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European Real Estate Nr. 1 Fonds

Der PropertyClass Value Added 1 Europa Fonds oder auch European Real Estate GmbH & Co. Nr. 1 KG ist ein Dachfonds und kämpft mit massiven wirtschaftlichen Problemen und Manager seiner Zielfonds, die gegen Anlagerichtlinien verstoßen haben. Der Wert des Dachfonds ist auf ungefähr die Hälfte des investierten Kapitals gefallen.

Kanzleiprofil

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  • Begleitung zahlreicher erfolgreicher Gerichtsverfahren deutschlandweit

Zielfonds mit massiven Verlusten –
Verstöße gegen die Anlagerichtlinien

Der heutige Wert des European Real Estate Nummer 1 Fonds (Dachfonds) liegt bei nur noch 56 Prozent des ursprünglich investierten Kapitals – das ist zumindest die Einschätzung der Geschäftsführung. Der Grund für den drastischen Wertverlust: Vier der insgesamt sechs Zielfonds, in die der Dachfonds investiert hatte, laufen schlecht. Wie aber die wirtschaftliche Situation insgesamt aussieht, darüber können Anleger nur spekulieren. Denn die Berichte der Geschäftsführung des European Real Estate Nummer 1 Fonds sind undurchsichtig und stellen offenbar immer nur einen Bruchteil des tatsächlichen Geschehensablaufes dar.

Als Dachfonds investiert der European Real Estate Nummer 1 Fonds in sechs verschiedene Zielfonds. Doch vier von ihnen weisen massive wirtschaftliche Probleme auf. So musste der Tishman Speyer European Real Estate Venture VI (kurz: Tishman Speyer EREV) aufgrund „einschneidender Marktbedingungen“ in den vergangenen Jahren „empfindliche Wertberichtigungen“ vornehmen und wird sein angestrebtes Ziel „deutlich verfehlen“, hieß es bei der Geschäftsführung des European Real Estate Nummer 1 Fonds. Der CB Richards Ellis Strategic Partners Europe Fund III (CBRE SPE III) kämpft mit ähnlichen Problemen.

Prospekt zum European Real Estate
Nr. 1 Fonds fehlerhaft

Diese Risiken konnten Anleger nicht voraussehen – auch, weil der Fondsprospekt zahlreiche Fehler aufweist. Wären den Anlegern alle Fakten bekannt gewesen, hätten sie die Beteiligung wahrscheinlich nicht gezeichnet.

Bei der dem European Real Estate Nr. 1 Fonds besteht das Risiko, das Anleger über den Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals hinaus auch bereits ausgeschüttete Gewinne verlieren können, also diese zurückzahlen müssen. Das geht aus dem Prospekt nicht ordnungsgemäß hervor. Tatsächlich kann der Insolvenzverwalter im Falle einer Insolvenz der Fondgesellschaft mit Rückforderungen bis zur Höhe der Einlage an die Anleger herantreten. Dabei ist die im Prospekt dargestellte Begrenzung der Haftsumme auf zehn Prozent des übernommenen Kapitalanteils unerheblich. Zudem wird der European Real Estate Nummer 1 Fonds im Prospekt

in einem viel zu positiven Licht dargestellt. Die Fremdfinanzierungsquote wurde mit 60 bis 80 Prozent des Kaufpreises für die einzelnen Immobilien durch die Zielfonds angegeben. Doch bei dem Dachfonds handelt es sich um ein „Blind-Pool“-Konzept, bei dem die einzelnen Immobilien der Geschäftsführung des Dachfonds nicht bekannt sind. Auch hat die Fondsverwaltung keine Einflussmöglichkeit auf die Geschäftsführung der Zielfonds.

Dies hat sich nun bitterlich gerächt, da selbst nach den Ausführungen der Fondsverwaltung zwei Zielfonds mit ihrem Management gegen die eigenen Anlagerichtlinien verstoßen haben, wobei bei einem sogar eine Strafanzeige gestellt werden musste.

Betroffene Anleger sollten eigene
Möglichkeiten prüfen lassen

Anleger, die Beteiligungen des European Real Estate Nummer 1 Fonds erworben haben, sollten ihre Möglichkeiten, Schadensersatz realistisch geltend machen zu können, von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen. So ist fraglich, ob die Anlageberater auf alle Risiken des Fonds korrekt hingewiesen haben. Hinzu kommen die zahlreichen Fehler im Fondsprospekt. Der BGH hatte bereits zu Banken entschieden, dass diese einen

Fondsprospekt auf dessen Plausibilität prüfen müssen und bei Bestehen von Bedenken, diese in der Beratung auch benennen müssen. Ebenso anwendbar ist die nunmehr wiederholt ausgeurteilte Rückvergütungsrechtsprechung des BGH, da die Angaben in dem Prospekt diesbezüglich wohl nicht als ausreichend angesehen werden können.

Verluste des European Real Estate Nr. 1 Fonds können nicht mehr aufgeholt werden

Der RREEF European Value Added Fund I (RREEF EVAF) musste ein Objekt komplett abschreiben, das nun mit 0 bewertet wird. Regressansprüche laufen gegen den Manager des Fonds. Inwieweit der verantwortliche Manager aber persönlich haftbar gemacht werden kann und ob er solvent ist, bleibt fraglich. Und auch der Fonds Pramerica European Emerging Economies Fund (Pramerica EEE) kämpft mit massiven Problemen und hat hohe Wertverluste erlitten. Zwei Bauprojekte mussten abgebrochen werden. Hier werden nun lediglich die Grundstückswerte zur Bewertung herangezogen. Zudem sind durch die unvollendeten Projekte zusätzliche Kosten aufgelaufen. Eines der Grundstücke konnte zwar inzwischen verkauft werden. Doch lag der Verkaufspreis etwas unter dem Einkaufspreis – die aufgelaufenen Kosten konnten nicht annähernd ausgeglichen werden. Besonders ärgerlich: In diesen Fonds hat der European Real Estate Nummer 1 Fonds mit 22,7 Prozent einen besonders großen Teil seines Kapitals investiert. Darüber hinaus prüft auch hier die Fondsgeschäftsführung des Dachfonds Schadensersatzansprüche gegen das Management und hat wegen Verstoßes gegen die Anlagerichtlinien Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet.

Erfolgreich sind lediglich die Fonds Peakside Real Estate Fund I (PREF I) und European Property Investors Special Opportunities (AEW Europe) (AEW EPISO). Doch diese beiden Zielfonds können die negativen Entwicklungen der anderen vier nicht kompensieren. Die Verluste können realistisch wohl nicht mehr aufgeholt werden.

Ihr Ansprechpartner

Paul Naacke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und
Kapitalmarktrecht

Tel.: 030 / 20 84 733 – 20
Fax.: 030 / 20 84 733 – 29
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