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DFH Indien Fonds I

Der Indien Fonds I wurde von der Sachsenfonds GmbH und der Deutsche Fonds Holding GmbH (DFH) aufgelegt und konnte im Jahr 2008 gezeichnet werden. Die interne Bezeichnung ist DFH Nr. 83. Über die Gesellschaft konnten sich Anleger über weitere verschiedene Gesellschaften, die ihren Sitz auf Mauritius haben, wiederum an indischen Gesellschaften beteiligen, deren Gegenstand die Entwicklung von Immobilien in Indien ist. Es konnte somit indirekt auf dem indischen Immobilienmarkt investiert werden. Das Investitionskapital betrug 52,7 Millionen Euro.

Die Risiken des DFH Indien Fonds I im Überblick

Der Prospekt ist nach unserer Meinung fehlerhaft und unvollständig. Insbesondere verharmlost er die tatsächlichen Risiken der Fondsbeteiligung. Es zeichnet sich bereits ab, dass sich die Risiken von empfindlichen Verlusten verwirklichen, da sich die Entwicklungen der verschiedenen Projekte in Indien verzögern. Dadurch fallen höhere Kosten an, so dass in Frage steht, ob zukünftig noch die prospektierten Ausschüttungen geleistet werden. Insbesondere war es bereits nötig, neue Darlehen aufzunehmen.

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DFH Indien Fonds I:
Die Beteiligungen im Überblick

Der DFH Indien Fonds I ist nicht selbst direkt an Immobilien oder Projekten beteiligt. Dies erfolgte vielmehr durch ein unübersichtliches Beteiligungsnetz. Persönlich haftende Gesellschafterin des DFH Indien Fonds I ist die Immobilien Development Indien I Verwaltungsgesellschaft mbH. Die Gründungskommanditistin der Fondsgesellschaft ist wiederum die SachsenFonds GmbH. Die Treuhandkommanditistinnen, über die die Beteiligung an dem Indien Fonds I gezeichnet werden konnte, sind die SachsenFonds Treuhand GmbH und die DFH Treuhandgesellschaft mbH. Zweck des DFH Indien Fonds I ist der Erwerb, das Halten, das Verwalten und die Verwertung von

Beteiligungen an vier Gesellschaften in Mauritius. Diese vier Gesellschaften in Mauritius halten jeweils die einzelnen Beteiligungen an den indischen Gesellschaften. Deren Aufgabe und Geschäftszweck ist wiederum die Entwicklung der einzelnen Immobilienprojekte in Indien. Diese Immobilienprojekte sind das IT-Zentrum Tech Oasis in Greater Noida bei Delhi, die Wohnimmobilienprojekte Lady Ratan Seasons in Bombay, das Immobilienprojekt Manjeera mit einer gemischten Nutzung in Hyderabad sowie das Büroimmobilienprojekt Tata Colony in Bombay.

Die wirtschaftliche Situation des
DFH Indien Fonds I

Aufgrund von Problemen bei der wirtschaftlichen Umsetzung und der Schwierigkeit, bei dem gesellschaftlichen Konstrukt der Fondsgesellschaft mit ihren vielen einzelnen Gesellschaften, wurde seit 2011 von „Liquiditätsengpässen und Vermarktungsschwierigkeiten“ gesprochen. Ebenso wurde verlautbart, dass es Rechtsstreitigkeiten auf Mauritius gäbe. Wie auch das gesellschaftliche Konstrukt der Fondsgesellschaft, ist es schwierig, hinter die Kulissen zu schauen. Bezeichnend ist, dass es bislang keine Ausschüttungen gegeben haben soll, auch wenn diese angekündigt worden waren. Bezeichnend waren die Ausführungen in dem Geschäftsbericht 2011. Dort wurde bezüglich des Indien Fonds I ausgeführt, dass die Geschäftsführung bis 2017

lediglich Rückflüsse von 30 – 80% überhaupt noch für möglich hält. Bei dieser Formulierung ist eine gesunde Skepsis angebracht. Wenn damit nicht ein Totalverlust angekündigt wurde, dann wohl zumindest herbe bevorstehende Verluste. Darüber hinaus bestünde die Gefahr, dass Ausschüttungen des Indien Fonds I, wenn sie denn erfolgen, unter Umständen wieder zurückgezahlt werden müssen, wenn die gesellschaftsrechtliche Haftung bezogen auf die Hafteinlage wieder auflebt. Dies ist unter anderem immer dann der Fall, wenn Ausschüttungen nicht aus Gewinnen sondern aus der Substanz geleistet werden sollten.

DFH Indien Fonds I: Aktuelle Rechtsprechung
durch das Landgericht Stuttgart

In einem Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 30.05.2014 von der 12. Zivilkammer wurde einem in den DFH Indien Fonds I investierten Kunden der Commerzbank Recht gegeben und ihm Schadensersatz zugesprochen. Das Urteil fiel zugunsten des Anlegers aus, da dieser nicht über die von der Commerzbank vereinnahmten Rückvergütungen (Kick back- Zahlungen) aufgeklärt worden war. Das Landgericht orientierte sich damit an der aktuellen Rechtsprechung des BGH zu Rückvergütungen.

Vor dem Hintergrund bietet es sich für investierte Anleger des DFH Indien Fonds I an, zu überprüfen, ob Ihnen gegenüber ebenso Rückvergütungen (Kick backs) verschwiegen wurden. Darüber hinaus gibt es unseres Erachtens noch mehrere Prospektfehler die geltend gemacht werden sollten. Ein weiterer Ansatz ist es, prüfen zu lassen, ob die Beratung ordnungsgemäß erfolgte.

Die Immobilen Development Indien II
GmbH & Co. KG (DFH Nr. 87)

Auch die Fondsgesellschaft Immobilien Development Indien II GmbH & Co. KG sammelte ab 2008 ungefähr 84,2 Millionen Euro Eigenkapital ein. Hier geht es ebenso wie auch schon bei dem DFH Indien I Fonds um mittelbare Beteiligungen über Projektgesellschaften in Mauritius an indischen Projektentwicklungsgesellschaften in den Ballungsgebieten Delhi, Hyderabad und Bombay.

Es handelt sich auch hier um teilweise dieselben Projekte in Indien, weswegen neben der Trinity Capital Mauritius Ltd. auch die Immobilien Development Indien I GmbH & Co. KG bei dreien dieser Projekte Co-Investorin ist. Auch diese Beteiligung entwickelt sich zur Zeit nicht prognosegemäß. Ein Projekt für den indischen Immobilienmarkt wurde annulliert.

Vor dem Hintergrund, dass bei Auflegung des Indien Fonds II bereits Schwierigkeiten auf dem Immobilienmarkt absehbar waren und die Finanzkrise sich ihren Weg bahnte, war eine mittelbare Beteiligung auf dem indischen Immobilienmarkt sicherlich keine gute Empfehlung. Ebenso gibt es die Verstrickungen mit der Indien Fonds I Beteiligung. Auch hier bietet es sich wegen der aktuellen Schwierigkeiten an, überprüfen zu lassen, welche Möglichkeiten vorhanden sind, um die Beteiligung rückabzuwickeln.

Ihr Ansprechpartner

Paul Naacke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und
Kapitalmarktrecht

Tel.: 030 / 20 84 733 – 20
Fax.: 030 / 20 84 733 – 29
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