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Insolvenzverwalter kündigen Vergleichsangebote an

In den nächsten Tagen werden die Insolvenzverwalter der insolventen P&R Gesellschaften deren Gläubigern ein Vergleichsangebot unterbreiten. Im Hinblick auf die nach wie vor drohenden Anfechtungen der Auszahlungen können aber bei der Annahme eines Vergleichsangebots Rechtsnachteile entstehen.

Sofern Sie zu den geschädigten Containerkäufern gehören, empfehlen wir Ihnen dringend, ein etwaiges Angebot nicht ohne vorherige rechtliche Prüfung anzunehmen.

P&R-Anlegern drohen Rückforderungen in Millionenhöhe!

Den geschädigten Anleger der insolventen P&R-Containergesellschaften drohen zusätzlich neben ihren bisherigen Verlusten noch erhebliche Rückforderungen des Insolvenzverwalters.

Der Insolvenzverwalter der P&R-Containergesellschaften, Herr Rechtsanwalt Jaffé, prüft derzeit die – vertraglich geschuldeten – Auszahlungen der P&R-Anlagegesellschaft in den letzten vier Jahren vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im März 2018 gegenüber den Anlegern anzufechten und zurückzufordern. Davon können auch Anleger betroffen sein, die ihre Endauszahlungen noch vor Eröffnung der Insolvenzverfahren erhalten haben. Die Rückzahlungsansprüche können mehr als eine halbe Milliarde Euro ausmachen.

Sofern Sie als P & R Anleger ein entsprechendes Anfechtungs- und Zahlungsaufforderungsschreiben des Insolvenzverwalters erhalten, raten wir dazu, dem Verlangen nicht einfach nachzukommen, sondern die Forderung zunächst anwaltlich prüfen zu lassen. Die Insolvenzordnung (InsO) sieht eine Anfechtungsmöglichkeit des Insolvenzverwalters nur vor, wenn bestimmte rechtliche und tatsächliche Voraussetzungen vorliegen (§§ 129 ff InsO). Ob diese Voraussetzungen bestehen, kann der juristische Laie kaum einschätzen.

Wir bieten interessierten P&R Anlegern im Falle einer Inanspruchnahme durch den Insolvenzverwalter eine kostenlose und unverbindliche Prüfung und die Erteilung einer Handlungsempfehlung an.

Leistungen

  • Anmeldung von Ansprüchen zur Insolvenztabelle
  • Prüfung und ggf. Durchsetzung von Schadendersatz-Ansprüchen gegen Vermittler
  • Prüfung von Rückzahlungsforderungen der Insolvenzverwalter
  • Prüfung von Vergleichsangeboten

Containervermittler P&R insolvent –
Zehntausende Anleger geschädigt

Seit mehr als 40 Jahren verkaufte der Finanzvermittler P&R aus Grünwald bei München Finanzprodukte. Etwa 54.000 Anleger haben in Schiffscontainern investiert. Das P&R-Geschäftsmodell war einfach: Das Unternehmen verkaufte – überwiegend privaten – Anlegern Schiffscontainer und mietete sie zu fest vereinbarten Preisen zurück. Eine Schwesterfirma im schweizerischen Zug vermietete die Container wiederum an Leasinggesellschaften und Reeder weiter. Zeitweise galt P&R als größter Schiffscontainer-Vermieter der Welt. Die Anleger kassierten die Mieten. Nach ein paar Jahren kaufte P&R den Anlegern die gebrauchten Container zum anfänglich berechneten Restwert zurück.
Es wurden Renditen von drei bis fünf Prozent erzielt. Das Geschäft galt lange als verlässlich und hochseriös – bis P&R Anfang 2018 für viele überraschend kollabierte.

Zuletzt verwaltete P&R ein milliardenschweres Investitionsvolumen von etwa 3,5 Milliarden Euro.
Seit März 2018 ist das Unternehmen zahlungsunfähig. Das Insolvenzgericht München hat die Rechtsanwälte Michael Jaffé und Philip Heinke als Insolvenzverwalter für mehre Konzern-Gesellschaften, die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, die P&R Container Leasing GmbH, die P&R AG, und die P&R Transport-Container GmbH eingesetzt.

Illegales Schneeballsystem?

Der Insolvenzverwalter Jaffé hat im Mai 2018 mitgeteilt, dass ca. 1 Millionen Container im Bestand der P&R Equipment & Finance (Zug) fehlen. Nur 600.000 Container konnten ermittelt werden. Die Gesellschaft hat „offensichtlich über viele Jahre hinweg Verträge mit Anlegern über Container geschlossen, die es de facto nie gegeben hat und die auch nicht angeschafft wurden“, so Jaffé. Das neu eingeworbene Geld habe die Gesellschaft genutzt, um Altanlegern die versprochenen Mieten zu zahlen und die Container zurückzukaufen.

Gemessen am vermutlich verlorenen Kapital, handelt es sich um den größten Kapitalanlageskandal der deutschen Geschichte. Betroffen sind insbesondere viele Senioren die ihre Altersvorsorge aufbessern wollten und geprellt wurden: Jeder zweite Anleger P&R ist älter als 60 Jahre, jeder dritte sogar älter als 70.

Die Insolvenz der P&R kommt nicht unerwartet, da von 2014 bis 2016 höhere Auszahlungen an Anleger geleistet, als aus der Vermietung der Container hereinkamen. Die jährliche Unterdeckung einer dreistelligen Millionensumme muss aus dem Neugeschäft ausgeglichen worden sein, so dass der Verdacht eines Schneeballsystems besteht. Dieses hatte P & R zuletzt im Sommer 2017 bestritten und auf hohe Liquidität und Rücklagen verwiesen, die die Unterdeckungen auffangen könnten.

Auch ohne den betrügerischen Verkauf nicht existierender Container wären die P&R in die Schieflage geraten. Der Containerverkauf bei P&R ist seit 2014 ins Stocken geraten. Nach dem Rekordjahr 2013, in dem die Gruppe mehr als eine Milliarde Euro frisches Kapital einsammelte, ging das Geschäft deutlich zurück. Im Jahr 2017 gab es nur noch Neuabschlüsse für 442 Millionen Euro – was einen Einbruch von 40 % zum Vorjahr darstellte.

Anklage und Insolvenzverfahren
gegen P&R Gründer Roth

Die Staatsanwaltschaft München I hat im Februar 2019 Anklage gegen Firmengründer Heinz Roth erhoben, der bereits seit Monaten in Untersuchungshaft sitzt. Dem 75 Jahre alten Manager werden 414 Fälle des gewerbsmäßigen Betrugs mit einem Schaden von knapp 18 Millionen Euro vorgeworfen. Bei der Anklage ist aber nur ein kleiner Teil der Anlagesumme von 3,5 Milliarden Euro berücksichtigt worden.

Am 07.03.2019 wurde gegen den Gründer des Containervermittlers P&R ein Insolvenzverfahren eröffnet. Nach einer ersten Bestandsaufnahme werden Roths Verbindlichkeiten auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt, wobei der Großteil aus den Forderungen der P&R-Insolvenzverwalter stammt. Dem gegenüber stehen Vermögenswerte von 10 bis 13 Millionen Euro, die wohl zu nicht viel mehr als zur Deckung der Verfahrenskosten ausreichen.

Für die P&R-Gläubiger wird allenfalls eine marginale Quote von deutlich weniger als einem Prozent nach Abschluss des Insolvenzverfahrens zu erwarten sein,  dessen Dauer sich nicht abschätzen lässt. Eine Verfahrensdauer von mehreren Jahren ist realistisch. Während des Insolvenzverfahrens können Anleger gegen Herrn Roth keine Ansprüche durchsetzen sondern müssen ihre Ansprüche bei seinem Insolvenzverwalter, Herr Rechtsanwalt M. Grosser aus der Kanzlei Jaffe´,  zur Insolvenztabelle anmelden. Hierfür wurde vom zuständigen Insolvenzgericht eine Frist bis zum 18.04.2019 gesetzt.

Eine Forderungsanmeldung nach Ablauf der Anmeldefrist ist gemäß § 177 InsO grundsätzlich möglich. Die Prüfung verspätetet angemeldeter Forderungen wäre aber gegebenenfalls mit Kosten verbunden.

Wir bieten interessierten Anlegern an, ihre Ansprüche gegen eine Pauschale beim Insolvenzverwalter anzumelden.

Hoffnung der P&R Anleger – Ansprüche gegen Vermittler

Da die Verantwortlichen der P&R Gesellschaften bereits insolvent sind bzw. finanziell nie und nimmer in der Lage sein werden, den Schaden sämtlicher P&R-Anleger auch nur ansatzweise sind, bleiben als solvente Anspruchsgegner von Schadensersatzansprüchen nur die Anlageberater bzw. –vermittler, die den Geschädigten den Kauf der verkauften P&R Container empfohlen haben. Diese Berater bzw. Vermittler verfügen in der Regel über eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die etwaige aus Beratungsfehlern resultierende Schäden ausgleichen.
Jüngst hat das Landgericht Erfurt eine Anlagevermittlungsgesellschaft für die Kaufempfehlung von P&R Containern zum Schadensersatz verurteilt (Urteil vom 22.02.2019, Az. 9 O 736/18).

Wir bieten interessierten Anlegern an, mögliche Schadensersatz- und Freistellungsansprüche kostenlos und unverbindlich zu prüfen.

Ihr Ansprechpartner

Cord Veting
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und
Kapitalmarktrecht

Tel.: 030 / 20 84 733 – 20
Fax.: 030 / 20 84 733 – 29
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