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Schiffsfonds KGAL 215 SEACLASS 11
– Capesize Bulker SC Lotta

Das Emissionshaus KGAL legt im Jahr 2008 den geschlossenen Schiffsfonds „KGAL 214 SeaClass 11“ auf, der von der Fondsgesellschaft „MIDIR Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald“ betrieben wird. Der SeaClass 11 beteiligt sich an dem Schüttgutfrachter (Bulker) „SC Lotta“, mit der Größenklasse „Capesize“.

Anleger konnten sich direkt als Kommanditisten oder indirekt über einen Treuhandkommanditisten, der TERTIA ZWEITE Beteiligungsgesellschaft GmbH, am SeaClass 11 beteiligen.

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds beträgt USD 126.000.000,00. Dieses wurde durch das Eigenkapital der Anleger in Höhe von USD 60.000.000,00, einem Agio von USD 3.000.000,00 sowie Fremddarlehen in Höhe von USD 63.000.000,00 (= 50 %) aufgebracht.

Das Fondkonzept sieht vor, dass das Fondsschiff im Jahr 2027 verkauft werden soll; Anleger des Fonds können ihre Beteiligung aber ordentlich erstmals zum 31.12.2029 kündigen.

Das Schiffhypothekendarlehen soll innerhalb von 15 Jahren bis Ende 2023 zurück geführt werden.

Den Anlegern wurden ab 2009 Auszahlungen in Höhe von anfänglich 7,5 % p.a., sukzessive steigend auf 26 % im Jahr 2026 in Aussicht gestellt. Prognostiziert waren bis 2017 Ausschüttungen in Höhe von 72,50 % und bis 2028 Ausschüttungen in Höhe von 218,00 %

Steuerliche Gewinne des Fonds werden pauschal nach der Tonnage ermittelt (Tonnagebesteuerung nach § 5a EStG), und zwar unabhängig davon, ob tatsächlich Gewinnen erwirtschaftet werden oder nicht. Es sind also auch Einkommenssteuern bei Verlusten des Fonds zu zahlen.

Aktuell:

  • SeaClass 11 bleibt hinter den Versprechungen weit zurück
  • drohender Totalverlust
  • Zweitmarktwert bei 5,5%
  • verjährungshemmende Schritte erforderlich

Entwicklung des Schiffsfonds SeaClass 11

Die Betriebsergebnisse des SeaClass 11 lagen deutlich unter den Prospektwerten. Die Anleger des SeaClass 11 haben in den Jahren 2012 und 2013 und seit 2014 keine Ausschüttungen mehr erhalten. Anleger, die bereits 2008 gezeichnet hatten, erhielten insgesamt 29,5 % ihrer Einlage wieder ausgezahlt, statt der in Aussicht gestellten 72,5 %. Da die Auszahlungen an die Anleger aus der Liquidität des Fonds und nicht aus Gewinnen erfolgten, lebte die Haftung der Anleger gegenüber Fondsgläubigern in Höhe er erhaltenen Ausschüttungen wieder auf und kann im schlechtesten Fall von diesen von den Anlegern wieder zurückgefordert werden. Ob der SeaClass 11 weitere Ausschüttungen vornimmt, ist mehr als fraglich.

Auf der Handelsplattform „www.zweitmarkt.de – Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG“ wurden Anteile am SeaClass 11 am 24.04.2018 zu einem Kurs von 5,50 % gehandelt (Stand 29.04.2018).

Handlungsmöglichkeiten der Anleger

Wenn ein SeaClass 11-Anleger nicht anleger- und objektgerecht beraten worden ist, hat er einen Anspruch auf Schadensersatz gegen die seinerzeit beratende Bank bzw. das ihn beratende Finanzdienstleistungsunternehmen sowie gegen den Treuhandkommanditisten, die TERTIA ZWEITE Beteiligungsgesellschaft GmbH.

Der Anleger wird bei bestehendem Anspruch so gestellt, als wenn er die Beteiligung nicht gezeichnet hätte. Er kann sein eingesetzte Kapital zurück fordern und verlangen, von etwaigen zukünftigen Schäden freigestellt zu werden.

Einzelne Aufklärungspflichtverletzungen

Die von uns vertretenen Anleger wurden vor der Zeichnung dieses Fonds regelmäßig nicht oder unzutreffend über die unternehmerischen Risiken dieser Beteiligung, wie Teil- und Totalverlustrisiko, Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung, mangelnde Fungibilität wegen eines nicht bestehenden Zweitmarktes, fehlende ordnungsgemäße Kündigung vor Laufzeitende, etc. aufgeklärt.

Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen. Eine Schiffsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss.

Weiterhin wurden die Anleger in der Regel nicht über die hohen Weichkosten des Fonds von 28,51 % des Einlagekapitals (davon mindestens 14,00 % Vertriebsprovisionen) informiert.

Es erfolgten auch keine zutreffenden Informationen über die Risiken wegen der schwankenden Charterraten. Charterraten schwanken entsprechend der weltweiten Konjunkturentwicklung regelmäßig. Auf diesen Umstand haben die Anlageberater und Vermittler meistens jedoch nicht hingewiesen.

Zudem erfolgten auch keine Information über kritische und negative Presseberichte, weil schon zum Zeichnungs- und Beratungszeitpunkt bekannt war, dass es ein Überangebot an Bulker besteht und auch die Charterraten sinken. Bereits im Jahr 2008 wurden daher in zahlreichen Presseberichten in der Wirtschaftspresse vor einem Überangebot an Bulker und infolgedessen sinkenden Charterraten gewarnt.

Verjährung im laufenden Jahr!

Der SeaClass 11 wurde seit dem Jahre 2008 vertrieben. Anleger, diesem Jahr gezeichnet haben, müssen jetzt tätig werden, um die Verjährung ihrer Ansprüche zu hemmen. Ansprüche wegen einer fehlerhaften Anlageberatung dieses Fonds verjähren ab diesem Jahr, wenn sie nicht schon verjährt sind. Es gilt eine absolute 10 jährige Verjährungsfrist, die auf den Tag genau berechnet wird. Fristbeginn ist das Datum der Unterzeichnung der Beitrittserklärung. (Beispiel: Zeichnung am 28.09.2008, Verjährung am 28.09.2018!).

Die Verjährung der Ansprüche kann nur durch die rechtzeitige Einreichung einer Klage oder durch die Einleitung eines förmlichen Güteverfahrens (gegen Anlagevermittlungsgesellschaften) oder Ombudsmannverfahrens (gegen teilnehmende Banken und Sparkassen) gehemmt werden.

Ihr Ansprechpartner

Cord Veting
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und
Kapitalmarktrecht

Tel.: 030 / 20 84 733 – 20
Fax.: 030 / 20 84 733 – 29
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