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Proven Oil Canada
POC Eins GmbH & Co. KG

Proven Oil Canada: Probleme bei der POC Eins GmbH & Co. KG und den später folgenden fünf weiteren Fondsgesellschaften. Ausschüttungen wurden mit Frist bis zum 25. Juli 2015 zurückgefordert. Der aktuelle Sachstand und auch Handlungsmöglichkeiten zum weiteren Vorgehen werden hier aufgezeigt.

Dabei ist zu beachten, dass die Probleme bei allen 6 Fonds ähnlich sind, da alle an der kanadischen COGI Limited Partnership Gesellschaft beteiligt sind. Bei den 6 Fondsgesellschaften handelt es sich um folgende:

  • POC Eins GmbH & Co. KG
  • POC Zwei GmbH & Co. KG
  • POC Growth GmbH & Co. KG
  • POC Growth 2. GmbH & Co. KG
  • POC Natural Gas 1 GmbH & Co. KG
  • POC Growth 3 Plus GmbH & Co. KG

Mit Schreiben vom 6. Juli 2015, in der Urlaubszeit, hatte die Fondsverwaltung der POC Eins GmbH & Co. KG und der anderen fünf Fondsgesellschaften die Rückzahlung von Ausschüttungen ihrer Kommanditisten/Anleger eingefordert. Die Zahlungsfrist sollte der 25. Juli 2015 sein.

Das sollten Anleger berücksichtigen

Als Begründung führte die Fondsverwaltung der POC Eins GmbH & Co. KG an, dass es sich bei der als „Anlage 2“ dem Schreiben beigefügten Aufstellung um Rückforderungen, der in dem Jahr 2013 von den Kommanditisten / Anlegern vereinnahmten Auszahlungen handele. Nach Ausführungen der Fondsverwaltung sei sie nach „anwaltlicher Beratung“ berechtigt, entgegen der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Urteile vom 12.3.2013, Az. II ZR 73/11 und 1.7.2014, Az. II ZR 72/12) diese einzufordern.

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Forderungen der POC Eins GmbH & Co. KG
sind nicht gerechtfertigt

Zunächst ist festzuhalten, dass nicht alle Zahlungen aus bzw. für das Jahr 2013, die in der „Anlage 2“ aufgeführt sind, tatsächlich für das Jahr 2013 gezahlt wurden. Im März 2013 wurde noch eine Restzahlung in Höhe von 4,3443 % für das Jahr 2011 geleistet. Im Jahr 2013 wurden daher lediglich Zahlungen in Höhe von 8 % an die Kommanditisten / Anleger ausgeschüttet und nicht wie von der Fondsverwaltung suggeriert, 12,3443 %. Daher dürfte selbst nach den Ausführungen der Fondsverwaltung die Zahlung in dieser Höhe nicht gerechtfertigt sein.

Dies deshalb, da nach dem Gesellschaftsvertrag nur solche Ausschüttungen zurückgefordert werden dürften, die noch nicht genehmigt waren. Darüber hinaus ist es mehr als fraglich, ob die weitere Rückforderung der restlichen Ausschüttungen für das Jahr 2013 rechtens ist.

Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, zunächst keine Zahlung zu leisten und sich anwaltlich beraten zu lassen.

Handlungsempfehlung für betroffene Anleger

Wir vertreten bereits eine Vielzahl geschädigte Anleger der POC Eins GmbH & Co. KG der Proven Oil Canada, wobei wir unseren Mandanten zunächst geraten haben, keine Zahlung zu leisten.

Unabhängig davon bietet es sich grundsätzlich wegen der unseres Erachtens vorliegenden Prospektfehler an, selbst Schadensersatzansprüche gegenüber Ihrer Bank oder Ihrem privaten Vermittler, beispielsweise der dima24, über den Sie den Beitritt zur Fondsgesellschaft erklärt hatten, prüfen zu lassen.

Wer sind wir? Unsere Kanzlei stellt sich vor.

Ihr Ansprechpartner

Paul Naacke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und
Kapitalmarktrecht

Tel.: 030 / 20 84 733 – 20
Fax.: 030 / 20 84 733 – 29
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Gesellschafterversammlung der POC Eins
GmbH & Co. KG vom 1. September 2015

In der Gesellschafterversammlung der POC Eins GmbH & Co. KG wurde entsprechend der Tagesordnung von der Geschäftsführung über die wirtschaftliche Situation des Fonds berichtet. Zusammengefasst hatte die Geschäftsführung in der Gesellschafterversammlung vornehmlich über die Entwicklung des Ölpreises gesprochen, jedoch weniger, wie es der Gesellschaft wirklich geht.

Die Vorstellung eines Sanierungskonzeptes blieb aus, da gerade ein solches Sanierungskonzept nicht vorgestellt wurde. Es wurde nur verdeutlicht, dass es aus Sicht der Geschäftsführung die Fortführung der Gesellschaft nicht möglich ist, wenn den Tagesordnungspunkte 5. und 6. bezüglich der Darlehensgewährung an die COGI aus Mitteln der Rückzahlung der Gesellschafter nicht zugestimmt werde.

Da eine solche Zustimmung immer das Vertrauen der Gesellschafter in die Geschäftsführung voraussetzt, war es an der Geschäftsführung, insbesondere an Frau Monika Galba, für dieses Vertrauen zu werben. Hier versagte sie deutlich. Insbesondere bei den zahlreichen gestellten Fragen konnte oftmals nicht konkret geantwortet werden, teilweise wurde eine andere Antwort gegeben oder die Antwort verweigert. Insbesondere sah sich die Geschäftsführung nicht in der Lage klar zu

erklären, dass die bisherigen Ausschüttungen seit 2010 auf Grundlage von Bilanzgewinnen ausgeschüttet wurden und nicht nur aus der Liquidität ausgezahlt wurden. Der Unterschied hat Brisanz. Hier entscheidet sich, ob ein später einzusetzender Insolvenzverwalter die Ausschüttungen von den Gesellschaftern zurückfordern kann oder ob dies nicht möglich ist. Eine Antwort blieb die Geschäftsführung schuldig, was unerklärlich ist.

Vertrauen in die Geschäftsführung
der Fondsgesellschaft verloren

Es stellt sich die Frage, wie Vertrauen in die Geschäftsführung der Gesellschaft gewonnen werden soll, wenn die Ausschüttungen keine Ausschüttungen sondern nur Auszahlungen von Liquidität waren. Dies bedeutet, dass es nie einen wirklichen Bilanzgewinnen gegeben hatte. Dies ist deshalb brisant, da die Ausschüttungen an die Anleger seit 2010 erfolgten, wobei der Ölpreis bei einem Kurs um die 100 $ stand.

Sollte die Geschäftsführung selbst bei diesem Ölpreis keinen wirklichen Gewinn erwirtschaftet und in der Bilanz ausgewiesen haben, so scheint es mehr als fraglich, wie dann bei einem sehr viel schlechteren Ölpreis jemals wirklich Gewinn erwirtschaftet werden soll.

Das sahen im Ergebnis auch die vertretenen Anleger so, weswegen der Tagesordnungspunkt 5. nur gut 8.000 „Ja“-Stimmen gegenüber gut 13.000 „Nein“-Stimmen erhielt und damit mehrheitlich abgelehnt wurde. Es waren 53,28 % der Gesellschafter vertreten, womit die Gesellschaft beschlussfähig war.

Damit ergibt sich folgendes Bild bezüglich der Sechs Fondsgesellschaften:

  • POC Eins GmbH & Co. KG, beide Beschlussanträge TOP 5 und 6 wurden abgelehnt
  • POC Zwei GmbH & Co. KG, TOP 5 wurde angenommen, TOP 6 wurde abgelehnt
  • POC Growth GmbH & Co. KG, TOP 5 wurde angenommen, TOP 6 wurde abgelehnt
  • POC Growth 2. GmbH & Co. KG, beide Beschlussanträge TOP 5 und 6 wurden abgelehnt
  • POC Natural Gas 1 GmbH & Co. KG, TOP 5 wurde angenommen, TOP 6 wurde abgelehnt
  • POC Growth 3 Plus GmbH & Co. KG.

Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsführung gescheitert, so dass damit zu rechnen ist, dass sich ein Insolvenzverwalter nach seiner Bestellung die Bücher ansehen wird, was der Geschäftsführung noch weniger gefallen dürfte. Dies ist die Quittung, wenn eine Sanierung mit dem Geld der Anleger bezahlt werden soll, jedoch kein Sanierungskonzept vorgestellt wird und Fragen einfachster Art auf der Gesellschafterversammlung von der Geschäftsführung nicht beantwortet wurden.

Lösungsansätze in Ihrer Situation

Die Geschäftsführung ist lediglich an ihren eigenen Verdienstmöglichkeiten interessiert und will die Gesellschaften noch möglichst lange kostenpflichtig verwalten. Sie als Anleger wollen Ihre Verluste hingegen gering halten und gegebenenfalls Schadensersatz erlangen.

Welche Möglichkeiten haben Sie?

Unseres Erachtens enthält der Emissionsprospekt mehrere eklatante Fehler und Ungenauigkeiten, aufgrund derer Schadensersatzansprüche gegenüber Ihrem Finanzdienstleister / Ihrer Bank, dem Treuhänder oder der POC GmbH geltend gemacht werden können.

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