Kostenlose
Ersteinschätzung!

Zum Kontakt >

Sprechen Sie uns direkt an.

Schiffsfonds Hanse Twin Feeder
Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

Der geschlossene Schiffsfonds Hanse Twin Feeder Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG wurde im Jahre 2008 von dem Emissionshaus NORDCAPITAL aufgelegt. Unternehmensgegenstand des Hanse Twin Feeder ist der Erwerb und der Betrieb zweier Containerschiffen der Feederklasse, des MS „Hanse Confidence“ und des MS „Hanse Courage“. Die Schiffe wurden von der Fondsgesellschaft im Jahre 2007 übernommen und in einem Einnahmepool (Poolmanager Stüwe & Co.) mit insgesamt 14 Schiffen der „Eisklasse“ beschäftigt. Die Anleger können ihre Beteiligung frühestens zum 31. Dezember 2023 ordentlich kündigen.

Hanse Twin Feeder –
Investitionsrechnung ging nicht auf

Die im Beteiligungsprospekt dargestellte Investitionsrechnung sah eine Finanzierung in Höhe von insgesamt EUR 41.135.000,00 vor. Dieser Betrag sollte durch Schiffshypothekendarlehen in Höhe von EUR 25.000.000,00, Kontokorrentkredit in Höhe von EUR 1.200.000,00, Kommanditeinlagen in Höhe von EUR 14.500.000,00 und Agio in Höhe von EUR 435.000,00 dargestellt werden. Für den Kaufpreis der Schiffe waren hiervon EUR 36.000.000,00 vorgesehen. Die Schiffhypothekendarlehen sollten innerhalb von 15 Jahren bis Ende 2022 getilgt werden. Es wurde prognostiziert, dass die Schiffe Ende 2023 nach einer Betriebszeit von rund 16 Jahren in der Fondsgesellschaft zu 30 % der Anschaffungskosten veräußert werden.

Den Anlegern wurden ab Juli 2008 Auszahlungen in Höhe von anfänglich 7 % p.a., steigend auf 20 % im Jahr 2023“ in Aussicht gestellt.

  • aktuell: NORDCAPITAL GmbH bestätigt Totalverlust der Anleger
  • nach Verkauf der Fondsschiffe kein Restvermögen der Fondsgesellschaft
  • absolute, kenntnisunabhängige Verjährung von Schadenersatzansprüchen in 2018
  • unverzügliche Veranlassung anspruchshemmender Maßnahmen erforderlich

Entwicklung des Hanse Twin Feeder

Die Betriebsergebnisse des Hanse Twin Feeder lagen deutlich unter den Prospektwerten. Die Anleger des Hanse Twin Feeder haben deshalb von Anfang an keine Ausschüttungen erhalten. Im September 2009 wurde von der Gesellschafterversammlung ein Liquiditätssicherungskonzept beschlossen, dass u. a. eine Kapitalerhöhung vorsah. Das Konzept wurde mit einem Erhöhungsbetrag von rund EUR 2,9 Mio. umgesetzt, an denen sich viele Anleger mit weiteren Einlagen beteiligten. Die finanzierende Bank gewährte dem Fonds Tilgungsaussetzungen bis Ende 2013.

Da diese Maßnahmen nicht griffen, wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Hamburg (67b IN 160/14) vom 29.08.2014 über das Vermögen des Hanse Twin Feeder das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Die Gesellschaft ist damit aufgelöst.

Die beiden Fondsschiffe wurden am 22.04.2015 bzw. 20.05.2015 vom Insolvenzverwalter verkauft.

Die NORDCAPITAL GmbH teilte Mitte Januar 2018 im Nachgang eines gegen die Treuhänderin geführten Auskunftsverfahrens mit, dass der Erlös des Verkaufs der beiden Fondsschiffe noch nicht einmal die Verbindlichkeiten des Fonds gegenüber seinen Gläubigern abdecke. Dieses bedeutet für die Anleger, dass sie vom Insolvenzverwalter auch nach dem Verkauf der Fondsschiffe gar nichts mehr zu erwarten haben.

Das Totalverlustrisiko hat sich realisiert; die Anleger haben ihr komplettes eingesetztes Kapital verloren.

Einzelne Aufklärungspflichtverletzungen

Die von uns vertretenen Anleger wurden vor der Zeichnung dieses Fonds regelmäßig nicht oder unzutreffend über die unternehmerischen Risiken dieser Beteiligung, wie Teil- und Totalverlustrisiko, Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung, mangelnde Fungibilität wegen eines nicht bestehenden Zweitmarktes, fehlende ordnungsgemäße Kündigung vor Laufzeitende, etc. aufgeklärt.

Für Anleger mit dem Anlageziel „Altersvorsorge“ sind geschlossene Fonds und damit auch Schiffsfonds nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs generell nicht geeignet und hätten von vornherein gar nicht empfohlen werden dürfen. Eine Schiffsbeteiligung ist eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken, bei der auch mit dem Totalverlustrisiko und Insolvenz gerechnet werden muss. Das Insolvenzrisiko hat sich hier leider schon verwirklicht.

Weiterhin wurden die Anleger in der Regel nicht über die hohen Innenprovision und Vertriebskosten informiert.

Es erfolgten auch keine zutreffenden Informationen über die Risiken wegen der schwankenden Charterraten. Charterraten schwanken entsprechend der weltweiten Konjunkturentwicklung regelmäßig. Auf diesen Umstand haben die Anlageberater und Vermittler meistens jedoch nicht hingewiesen.

Zudem erfolgten auch keine Information über kritische und negative Presseberichte, weil schon zum Zeichnungs- und Beratungszeitpunkt bekannt war, dass es ein Überangebot an Containerschiffen gibt und auch die Charterraten sinken. Bereits im Jahr 2007 wurden daher in zahlreichen Presseberichten in der Wirtschaftspresse vor einem Überangebot an Containerschiffen und infolgedessen sinkenden Charterraten gewarnt.

Handlungsmöglichkeiten der Anleger

Wenn ein Hanse Twin Feeder-Anleger nicht anleger- und objektgerecht beraten worden ist, hat er einen Anspruch auf Schadensersatz gegen die seinerzeit beratende Bank bzw. das ihn beratende Finanzdienstleistungsunternehmen sowie gegen den Treuhandkommanditisten, die NORDCAPITAL Treuhand GmbH & Cie. KG.

Der Anleger wird so gestellt, als wenn er die Beteiligung nicht gezeichnet hätte. Er kann sein eingesetzte Kapital zurück fordern und verlangen, von etwaigen zukünftigen Schäden freigestellt zu werden.

Verjährung im laufenden Jahr!!!

Der Hanse Twin Feeder wurde seit Anfang des Jahres 2008 vertrieben. Anleger müssen jetzt tätig werden, um die Verjährung ihrer Ansprüche zu hemmen. Ansprüche wegen einer fehlerhaften Anlageberatung dieses Fonds verjähren in diesem Jahr, wenn sie nicht schon verjährt sind. Es gilt eine absolute 10 jährige Verjährungsfrist, die auf den Tag genau berechnet wird. Fristbeginn ist das Datum der Unterzeichnung der Beitrittserklärung (Beispiel: Zeichnung am 28.02.2008, Verjährung am 28.02.2018!).

Die Verjährung Ihrer Ansprüche kann nur durch die rechtzeitige Einreichung einer Klage oder durch die Einleitung eines förmlichen Güteverfahrens (gegen Anlagevermittlungsgesellschaften) oder Ombudsmannverfahrens (gegen teilnehmende Banken und Sparkassen) gehemmt werden.

Ihr Ansprechpartner

Cord Veting
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und
Kapitalmarktrecht

Tel.: 030 / 20 84 733 – 20
Fax.: 030 / 20 84 733 – 29
E-Mail senden

© Weidhas · Veting · Naacke Rechtsanwälte Part mbB | Online Marketing von loonma